Ladislaus und Annabella – ein Weihnachtsgedicht

Allgemein Die jungen Alten Gesundheit, meine Liebe! Kinder, das macht fit! Mann, wie geht's Dir?

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Ladislaus und Annabella

von James Krüss

 

In der Ecke eines Fensters,

unten rechts im Warenhaus,

sitzt die Puppe Annabella

mit dem Bären Ladislaus.

 

Annabella schluchzt und jammert.

Ladisläuschen grunzt und schnauft,

denn die Weihnacht ist gekommen,

und die zwei sind nicht verkauft.

 

„Armer Bär!“, sagt Annabella.

„Arme Puppe!“, seufzt der Bär.

Tränen kullern in die Ecke,

und das Herz ist beiden schwer.

 

Schon rückt die Bescherung näher.

Fast verzweifeln beide schon.

Da ertönt im Puppenhause

laut das Puppentelefon.

 

Ladislaus ergreift den Hörer.

„Hallo“, fragt er, „wer ruft an?“

Da ertönt es in der Leitung:

„Hier Büro vom Weihnachtsmann.“

 

„Wir benötigen noch drei Sachen!“

„Welche?“, fragt der Ladislaus.

„Einen Bären, eine Puppe

und dazu ein Puppenhaus!“

 

„Das ist alles noch zu haben!“,

ruft die Puppe Annabella.

„Kommen Sie zum Warenhaus,

unten rechts! Doch bitte schnell!“

 

Und schon zwei Minuten später

kommt ein Schlitten und ein Ross.

Und ein Alter steigt vom Schlitten,

und ein Schlüssel knarrt im Schloss.

 

Annabella tanzt und jodelt,

Ladisläuschen grunzt und singt,

als der Weihnachtsmann die beiden

in den Pferdeschlitten bringt.

 

„Frohes Fest!“, ruft Annabella.

„Frohes Fest!“, ruft Ladislaus.

Und verdunkelt ist das Fenster

unten rechts im Warenhaus.

 

Ich wünsche allen Leserinnen und Lesern ein besinnliches Weihnachtsfest und ein gesundes 2019!

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