Gar nicht zum Lachen: Zwerchfellbruch

Allgemein Gesundheit, meine Liebe! Gute Besserung!

Ist dir auch oft nachts übel? Oder leidest unter fiesem Sodbrennen? Hier erfährst du, was dahinter stecken kann.

Eigentlich spüren wir unser Zwerchfell vor allem in zwei Momenten: Bei Lachkrämpfen oder Seitenstichen.

Tipp zu Fall 1: Genieße es! Ignoriere, dass du im Bus sitzt und keine wasserfeste Mascara drauf hast und lach’ dich schlapp – gemeinsam oder alleine, völlig egal. Denn es zaubert rosige Bäckchen, baut Stresshormone ab und lindert sogar Schmerzen.

Tipp zu Fall 2: Tief ausatmen und die verkrampfte Stelle vorsichtig massieren.
Doch es gibt auch Beschwerden, die man weder weglachen noch wegdrücken kann: nämlich einen Zwerchfellbruch, medizinisch Hiatushernie genannt.

Wie kommt das?

Stell’ dir das Zwerchfell wie eine Frischhaltefolie vor, die den Brust- und Bauchraum voneinander trennt. Denn alles, was einmal unten ist, soll auch bitte unten bleiben. Sonst kommt es langfristig zur schmerzhaften Refluxkrankheit, bei der ätzende Magensäure zurück in die Speiseröhre fließt. Im Zwerchfell gibt nur wenige kleine Öffnungen, etwa für die Hauptschlagader oder der Speiseröhre. Bei der Hiatushernie ist diese Lücke vergrößert, so dass Teile des Magens in den Brustraum gelangen. Die Ursachen sind nicht genau bekannt. Wahrscheinlich sind aber Schwangerschaften, Übergewicht und Verschleißerscheinungen die Gründe.

Wie fühlt sich das an?

Viele spüren (zum Glück) nichts. Andere leiden unter dauerndem Völlegefühl, Luftaufstoßen, Sodbrennen, Magenschmerzen oder nächtlicher Übelkeit.

Was kann man da machen?

In den meisten Fällen handelt es sich um einen sogenannten Gleitbruch (axiale Hernie). Dann lassen sich die überwiegend leichten Beschwerden schnell lindern, und zwar so:

• Zweites Kissen verwenden: So liegt der Oberkörper höher, die Magensäure kann nicht wieder nach oben drängen
• Fette und große Mahlzeiten am Abend meiden: Sie liegen buchstäblich schwer im Magen und belasten zusätzlich. Bessere mehrere gesunde Snacks über den Tag verteilen und Abends auf leichte Kost umsteigen
• Säurebildende Lebensmittel scheuen: dazu zählen Kaffee, Alkohol und (sorry!) Süßigkeiten
• Zigaretten verbannen: Nikotin ist nicht nur ein Nervengift und verursacht Lungenkrebs, es belastet auch den Magen

Bei schweren Zwerchfellbrüchen oder sehr starken Beschwerden kann eine Operation helfen. Doch das Wichtigste: Die Probleme sollten ärztlich abgeklärt werden. Erste Anlaufstelle ist der Hausarzt. Er kann auch andere Erkrankungen wie etwa eine Magenschleimhautentzündung (Gastritis) oder eine Lebensmittelunverträglichkeit diagnostizieren.

In diesem Sinne: gute Besserung!

Stephanie

Ganz wichtig: Dieser Artikel ersetzt keinen Arztbesuch.

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